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Governance

Governance & Datenhaltung

Was die Plattform durchsetzt, was sie protokolliert — und was sie heute nicht tut.

Diese Seite ist bewusst nüchtern. Jede Aussage hier entspricht dem, was im Produkt tatsächlich implementiert ist. Wo etwas nur in der Anwendung und nicht auf dem Server durchgesetzt wird, steht das ausdrücklich dabei — denn genau dieser Unterschied entscheidet im Streitfall.

Rollen & Rechte

Zugriff entsteht aus der Organisationsrolle, der Projektrolle und optionalen Einzelfreigaben je Dokument. Die Prüfung greift serverseitig auf beiden Wegen — in der Anwendung und beim direkten Dateizugriff; beide teilen die Regeln, aber nicht denselben Code.

Was die Plattform tut

  • Organisationsrollen: Admin, Manager und Benutzer — nur der Admin verwaltet Abrechnung und Rollen.
  • Rechtestufen bauen aufeinander auf: Lesen ⊂ Schreiben ⊂ Freigeben ⊂ Verwalten.
  • Neun Projektrollen aus der Baupraxis mit voreingestellten Rechten — vom Projektsteuerer bis zu den Behörden.
  • Das Recht zur Abnahme ist ein eigenes, zusätzliches Recht: Freigeben allein genügt dafür nicht.
  • Je Dokument lassen sich Einzelberechtigungen vergeben; Vergabe und Entzug werden protokolliert.
  • Die Prüfung greift auch auf dem direkten Dateiweg — nicht nur in der Oberfläche.

Was sie heute nicht tut

  • Die Stufe „Kommentator“ wird derzeit wie „Leser“ behandelt.
  • Auf dem direkten Dateiweg wird nur eine Projektmitgliedschaft ausgewertet. Wer mehrere Rollen im selben Projekt hat, kann dort weniger Rechte haben als in der Anwendung.

Projektrollen und ihre voreingestellten Rechte

Rolle Rechte
Projektsteuerer Lesen Schreiben Freigeben Verwalten
Architekt Lesen Schreiben Freigeben
Bauleiter Lesen Schreiben Freigeben
Fachplaner Lesen Schreiben
Generalunternehmer Lesen Schreiben
SiGeKo Lesen Schreiben
Bauherr Lesen Freigeben
Nachunternehmer Lesen
Behörden Lesen

Voreinstellungen; je Projekt und Person anpassbar. Die Stufen bauen aufeinander auf — wer freigeben darf, darf auch schreiben.

Freigaben

Freigaben sind der Punkt, an dem sich zeigt, ob eine Plattform hält, was sie verspricht. Deshalb trennen wir hier deutlich zwischen dem, was der Server erzwingt, und dem, was die Anwendung führt.

Was die Plattform tut

  • Freigabe je Dokumentversion: an das Freigaberecht gebunden, auf einen festen Satz von Zuständen beschränkt und protokolliert.
  • Wer ein Freigabefeld anfasst — Status, Eignungscode oder die Freigabe selbst —, braucht das Freigaberecht, auch mit sonst nur Schreibrechten. Wer freigibt, wird aus der angemeldeten Sitzung übernommen und nicht vom Aufrufer mitgeliefert.
  • Bautagesberichte: mehrere Unterzeichner, eingefrorene Namen und Rollen, Signatur an die Prüfsumme des Dokuments gebunden, Zugangslinks nur als Hashwert gespeichert.
  • Die fortlaufende Berichtsnummer wird in einem einzigen, unteilbaren Schritt vergeben — keine doppelten und keine übersprungenen Nummern.
  • Abnahmen verlangen das eigenständige Abnahmerecht.

Was sie heute nicht tut

  • Der Statusübergang eines Dokuments von WIP über Geteilt zu Veröffentlicht wird in der Anwendung geführt. Der Server prüft diesen Übergang derzeit nicht.
  • Die allgemeine Workflow-Engine mit Vorlagen und Verteilerlisten läuft ausschließlich lokal im Browser.

Versionierung

Fassungen bleiben erhalten, solange die Aufbewahrungsregeln greifen — freigegebene und abgelehnte dauerhaft. Wird eine Datei ausdrücklich ersetzt, verfällt die vorherige Fassung.

Was die Plattform tut

  • Vor dem Schreiben der Metadaten prüft der Server, ob die Datei existiert und ihre Größe stimmt.
  • Schlägt der Metadatenschritt fehl, wird die bereits hochgeladene Datei wieder entfernt — es bleiben keine verwaisten Dateien zurück.
  • Das Wiederherstellen einer alten Fassung überschreibt nichts: es entsteht eine neue Version mit einer eigenen Kopie der Datei.
  • Freigegebene und abgelehnte Versionen sind vom Bereinigen ausgenommen.
  • Jede Version ist einzeln herunterladbar und im Viewer öffenbar.

Was sie heute nicht tut

  • Es gibt keine Sperre bei gleichzeitiger Bearbeitung. Speichern zwei Personen parallel, entstehen zwei aufeinanderfolgende Versionen — zusammengeführt wird nichts.
  • Die Aufbereitung für die 3D-Darstellung erfolgt nach bestem Bemühen. Schlägt sie fehl, existiert die Version, ist aber vorerst nicht darstellbar.
  • Zum Wiederherstellen genügt das Schreibrecht. Eine freigegebene Version ist damit nicht gegen Überschreiben durch eine neuere gesperrt.

Audit-Trail

Protokolliert wird serverseitig und ausschließlich anfügend — aber nicht alles. Was nicht erfasst wird, steht hier.

Was die Plattform tut

  • Dokumentereignisse werden fortlaufend protokolliert: Anlegen, Statuswechsel, Verschieben, Löschen, neue Version, Wiederherstellung, Kommentar sowie Vergabe und Entzug von Zugriffsrechten.
  • Signaturereignisse werden gesondert und beweissicher erfasst — mit Prüfsumme, Zeitpunkt, IP-Adresse und Gerätekennung.
  • Die Historie ist je Dokument in der Anwendung einsehbar.
  • Das serverseitige Protokoll lässt sich als CSV oder JSON exportieren — Dokument- und Signaturereignisse chronologisch in einer Datei, mit aufgelösten Namen. Der Export ist Projekt-Administratoren vorbehalten.

Was sie heute nicht tut

  • Änderungen an Organisationen, Mitgliedschaften, Rollen und Abrechnung werden nicht protokolliert.
  • Downloads werden serverseitig nicht protokolliert.
  • Ein Export liefert die jüngsten Einträge je Protokoll; sehr lange Historien werden gekürzt — die Anwendung weist darauf hin.
  • Das Aktivitätsprotokoll im Dashboard stammt aus dem lokalen Browserspeicher und wird nicht mit dem Server abgeglichen. Es ist kein Audit-Trail.

Datenhaltung

Drei Ebenen mit unterschiedlichen Aufgaben: Projekt- und Dokumentdaten in der Datenbank, Dateien im Objektspeicher, aufbereitete Modelldaten lokal im Browser.

Was die Plattform tut

  • Dateien liegen im Objektspeicher, streng nach Projekt getrennt; Pfadmanipulation wird serverseitig abgewiesen.
  • Modelle werden im Browser geparst und lokal zwischengespeichert. Legen Sie ein Modell in der Projektablage ab, werden die aufbereiteten Geometrie- und Eigenschaftsdaten zusätzlich im Objektspeicher abgelegt, damit jedes Gerät sie direkt öffnen kann.
  • Speichergrenzen je Tarif: 20 GiB im Free-Plan, 100 GiB im Team-Plan, nach Vereinbarung im Enterprise-Plan.
  • Für das Bereinigen alter Versionen gibt es Aufbewahrungsregeln: die neuesten drei, freigegebene sowie über einen aktiven Link geteilte Fassungen bleiben erhalten.
  • Geteilte Links lassen sich mit Ablaufdatum und Passwort schützen; Zugriffe werden gezählt.
  • Unsere Auftragsverarbeiter sind im Datenschutzhinweis benannt: Cloudflare, Clerk und Stripe.

Was sie heute nicht tut

  • Wir sichern keine bestimmte Speicherregion vertraglich zu und pinnen sie technisch nicht.
  • Über die Verschlüsselung der Plattform hinaus verschlüsseln wir Inhalte nicht zusätzlich auf Anwendungsebene.
  • Es gibt keinen Gesamtexport Ihrer Projektdaten und keine Selbstbedienungs-Datenmitnahme.
  • Ein eigenes Backup über die Mechanismen der Plattform hinaus betreiben wir nicht.
  • Ein automatischer Aufräumlauf ist derzeit nicht eingerichtet — die Bereinigung muss angestoßen werden.

Export & Datenmitnahme

Offene Formate, keine proprietären Container — mit einer ehrlichen Einschränkung bei der Durchsetzung von Tarifgrenzen.

Was die Plattform tut

  • IFC: bearbeitete Modelle werden als IFC zurückgeschrieben.
  • BCF 2.1: Import und Export, sowohl für Issues als auch für Prüfberichte. Beim Issue-Export werden derzeit keine Viewpoints mitgeschrieben — die Befunde kommen ohne Kameraposition und ohne Bauteilauswahl an.
  • Excel und CSV aus der Datentabelle und dem Qualitätsmanagement.
  • PDF: Bautagesberichte einschließlich Signaturseite, Mängel-QR-Codes, Plan- und Markup-Ausgaben.
  • Klassifizierungssysteme als verlustfreies JSON-Bündel; Regelsätze als JSON.
  • Jede einzelne Dokumentversion ist herunterladbar.
  • Audit-Trail als CSV oder JSON: Dokument- und Signaturereignisse des Projekts.

Was sie heute nicht tut

  • IDS können wir lesen, aber nicht erzeugen.
  • Vier Exportgrenzen des Free-Plans werden nur in der Anwendung geprüft, nicht auf dem Server.
  • GAEB-Im- und -Export, die Mengen-Exporte sowie Zusammenführen und Aufteilen sind implementiert, aber noch nicht freigeschaltet.

Standards — genau

Welche Norm wir in welcher Tiefe unterstützen. Teilweise heißt teilweise.

Standard Umfang
IFC 2x3 & IFC 4 Lesen, Bearbeiten und Zurückschreiben.
BCF 2.1 Import und Export. Prüfberichte werden ohne Schnappschussbild und ohne Erweiterungsdatei geschrieben; der Issue-Export schreibt derzeit keine Viewpoints mit, also weder Kameraposition noch Bauteilauswahl. Der Prüfbericht-Export enthält die Bauteilauswahl.
IDS Import und Auswertung eines relevanten Teils: Entität, Eigenschaft, Attribut, Klassifikation, Pflichtgrad, Wertebereiche und Muster. Nicht unterstützt: Material- und Zugehörigkeitsfacetten sowie das Erzeugen von IDS.
DIN 276:2018-12 Vollständiger Katalog mit 335 Kostengruppen, Regelwerk zur automatischen Zuordnung und Rückschreiben ins Modell. Die Kostenaufsummierung über die Gruppenhierarchie ist nicht umgesetzt.
Uniclass Als Klassifizierungssystem verfügbar.
LAS / LAZ Punktwolken werden vollständig im Browser gelesen und mit Detailstufen dargestellt; Soll-Ist-Vergleich gegen das Modell. E57 wird ebenfalls gelesen, derzeit aber nur eingeschränkt: der bevorzugte Konvertierungsdienst ist nicht ausgerollt, sodass ein weniger zuverlässiger Fallback greift. Bitte nach LAS oder LAZ konvertieren.
GAEB DA XML 3.2 Im- und Export sind implementiert, aber noch nicht freigeschaltet.
ISO 19650 Orientierung, keine zertifizierte Konformität. Eignungscodes, Revisionscodes, Containerstruktur und die PIM/AIM-Gliederung sind umgesetzt; der Freigabe-Statusübergang wird serverseitig nicht erzwungen, und die Namenskonvention wird gespeichert, aber nicht geprüft.

Was wir nicht behaupten

Diese Liste steht hier, weil sie beim Vergleich mit anderen Anbietern die nützlichste Seite ist. Sie wird länger, wenn uns etwas auffällt, und kürzer, wenn wir etwas gebaut haben.

  • Wir sind nicht ISO-19650-zertifiziert und erzwingen den Freigabe-Statusübergang nicht auf dem Server.
  • Wir sichern keine Speicherregion und keine Verfügbarkeit zu, solange das nicht ausdrücklich vertraglich vereinbart ist.
  • Wir haben kein Single Sign-on, keine dedizierte Instanz und keinen On-Premises-Betrieb. Die entsprechenden Enterprise-Punkte sind als „auf Anfrage“ gekennzeichnet, weil sie vertraglich abzustimmen und nicht Teil des Produkts sind.
  • Unser Audit-Trail ist nicht lückenlos: Rollen-, Mitglieds- und Abrechnungsänderungen sowie Downloads werden nicht erfasst.
  • Wir behaupten nicht, dass alle geometrischen Prüfungen exakt sind: die Kollisionsprüfung bestätigt Treffer dreiecksgenau, Abstands-, Enthaltensein- und Dublettenprüfungen arbeiten dagegen auf Hüllkörpern.
  • Wir haben keine Referenzkunden zu zeigen. Sobald es freigegebene gibt, stehen sie hier mit Namen.
  • Module, die als „In Entwicklung“ gekennzeichnet sind, speichern lokal im Browser. Sie eignen sich zum Ausprobieren, nicht für die Zusammenarbeit im Team.
  • Wir nennen keine Zahlen zu Verarbeitungsgrenzen, die eine Codeänderung stillschweigend falsch machen könnte.

Die Angaben auf dieser Seite stammen aus einer Code-Prüfung der Plattform vom 25. August 2026.

Fragen zu Governance oder Datenschutz?

Wir beantworten sie konkret — auch die unangenehmen. Schreiben Sie uns, oder lassen Sie sich die Rechte- und Freigabelogik in einer Demo zeigen.